„Die Sendeanstalten der DDR wurden nach und nach von westdeutschen Betreibern übernommen (siehe Rundfunk der DDR) und spielten dann die gleiche Musik wie im Westen. Musik aus der DDR wurde überwiegend als Kuriosum der Geschichte belächelt und als Ostalgie abgetan. Sie wurde nur noch sehr selten gespielt.“ Wikipedia zu kultureller Kolonisierung der ostdeutschen Sendeanstalten.
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17. Juni – BRD-Wochenschau:
https://www.youtube.com/watch?time_continue=296&v=IMLXKIh7XqA
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Ausriß.
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Wie hoch der Anteil von ortsfremden Westdeutschen, (dazu Wendehälsen), im ostdeutschen MDR ist(dazu in Führungspositionen), wird bei Programmkonsum rasch offenkundig. (Gleiches gilt für den ostdeutschen Kulturbetrieb) Auffällig ist indessen, wie wenige Journalisten aus dem MDR-Sendegebiet eine Anstellung in öffentlich-rechtlichen Anstalten Westdeutschlands fanden.
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„…seit 1996, als die gebürtige Schwäbin in die sächsische Industriestadt mit fast vergessener kultureller Tradition kam; ohne Mössinger gäbe es sie dort nicht.“ Thüringer Allgemeine, Jan. 2018
https://de.wikipedia.org/wiki/Fr%C3%A9d%C3%A9ric_Bu%C3%9Fmann
Frankfurt/Main, aktuelles Postkarten-Angebot in Andenkenläden des Stadtzentrums. “Zonen-Gaby(17) im Glück(BRD). Meine erste Banane.”
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Staatsmedien in Deutschland;http://meedia.de/2017/08/29/die-ungesunde-symbiose-von-politik-und-staatsrundfunk-wann-drueckt-endlich-jemand-auf-die-reset-taste/
“Der Ostdeutsche läuft massenweise zur AfD über, Herr Doktor Maaz, bitte sagen Sie uns, warum. Weil die Wirkung des Opiums nachlässt, antwortet er dann.” DER SPIEGEL 2018 über Hans-Joachim Maaz, Psychotherapeut aus Halle/Saale.
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Die Ziele des Anschlusses von 1990(Abwerbung von Fachkräften, Entvölkerungspolitik etc.):
Die christliche Zeitschrift “Publik-Forum” zitiert Helge Klassohn, Kirchenpräsident in Sachsen-Anhalt, als “einstige Wiege der deutschen Industrie” bezeichnet, zum wirtschaftlich stimulierten Weggang junger Ost-Frauen:”Wenn es um die Kosten der deutschen Einheit geht, wird leider nicht berücksichtigt, daß die Frauen hier ausgebildet wurden und zur Wertschöpfung in den alten Bundesländern beitragen. Auch gut ausgebildete junge Männer gehen weg, sobald sie einen Arbeitsplatz finden. Sie sind als Arbeitskräfte hoch geschätzt. …Es gab vor einigen Jahren hier sogar Prämien von den Arbeitsämtern für Leute, die das Land verließen. Hinzu kommt ein weiteres Problem: Über die Arbeitsämter forschen westdeutsche Betriebe nach gut Ausgebildeten in Ostdeutschland und machen dann entsprechende Angebote, bei denen hiesige Arbeitgeber nicht mithalten können…Dörfer, die zwar mit Fördermitteln und einem großen persönlichen Einsatz von Familien schön hergerichtet sind, vergreisen. Die jungen Leute, die das Anwesen übernehmen sollten, sind nicht mehr da. Ganze Landstriche sind bedroht in Mitteldeutschland, das sehr dicht besiedelt ist: Wegen der guten Böden liegen die Dörfer nah beieinander…
…Sie würden eigentlich bei uns Kirchensteuer zahlen, und dies tun sie jetzt in den alten Bundesländern. Und dies in erheblichem Maße.”
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Ostdeutschlands neue Machthaber – wie frühere DDR-Bürger in der neuen Herrschaftszone systematisch aus Führungspositionen eliminiert wurden:
Laut einer neuen Studie der Universität Leipzig von 2016 sind über 25 Jahre nach dem Anschluß von 1990 lediglich rd. 20 Prozent der Führungskräfte Ostdeutschlands ehemalige DDR-Bürger. Dies gelte für alle Bereiche – die Zahl der ostdeutschen Führungskräfte gehe im Vergleich zu vor zehn Jahren zurück. „Unter anderem sitzen in den fünf Landesregierungen weniger Politiker mit ostdeutscher Herkunft als 2004, der Anteil sank von 75 auf 70 Prozent“. An der Spitze der 100 größten ostdeutschen Unternehmen, hieß es weiter, sei der Anteil von 35,1 auf 33,5 Prozent gesunken. An Universitäten und Hochschulen habe sich der Anteil ostdeutscher Rektoren innerhalb der vergangenen zehn Jahre fast halbiert. „Von insgesamt 60 Staatssekretären der Bundesregierung stammen drei aus dem Osten, 2004 waren es immerhin noch sechs.“ Bundesweit sei die Lage weit schlechter. Mit nur 1,7 Prozent seien Ostdeutsche unter den Führungskräften so gut wie gar nicht vertreten.
Damit haben sich Voraussagen von 1989/1990 über das (kolonialistische) Vorgehen der neuen Machthaber, die Ostdeutschland sogar in das Kriegsbündnis NATO zwangen, durchweg bestätigt.
Ausriß Thüringer Allgemeine, Nov. 2017. Wer sich über Musik-Tantiemen aus amerikanisierten Ländern wie Deutschland besonders freut…
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„…pflegen oft auch kulturell die Gebräuche ihres Herkunftsstaates, teilweise in regelrechten Parallelgesellschaften. Erstaunlicherweise nehmen die Abschottungstendenzen der zweiten Generation zum Teil sogar zu.“ Frankfurter Allgemeine 2017 über Ostdeutsche.(Deutschlands „Katalonien“)
Neoliberale Musik-Zensur: „Debatte ums deutsche Liedgut geht weiter“. „Ich schlage vor, MDR Thüringen in Radio New York umzubenennen“. TA-Leserbrief zum „Kolonialsender“ MDR.
Daß in vielen mitteleuropäischen Radios eine straffe Musik-Zensur zugunsten von Musikkonzernen herrscht, können sich entpolitisierte Deppen nicht vorstellen.
Kulturelle Kolonisierung nach 1990 durch die neuen Machthaber – die populäre DDR-Band Renft(mancher kennt sie gar noch als Faschingsband im vor 1990 berühmten Leipziger Studentenkarneval) Ob Renft-Musik, Titel anderer identitätsstiftender Gruppen und Sänger entsprechend ihrer Qualität und Popularität auch heutzutage in ostdeutschen Radios gespielt oder herauszensiert werden dürfen, läßt sich rasch feststellen:
Besinnung:
https://www.youtube.com/watch?v=giQgcfKphkk
Wer die Rose ehrt:
https://www.youtube.com/watch?v=PrXATVhM0ls
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Ausriß: Wolfgang Tiefensee im Knaur-Sachbuch “Die Dilettanten” ausführlich erwähnt. “Wie unfähig unsere Politiker wirklich sind.”
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