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Selbst in kleinsten Dörfern von Ostdeutschland, darunter in Thüringen, kommen die Blumenwiesen-und Insekten-Killer auch 2020 auf der Basis grüner Umweltpolitik sehr gut voran. Hatte man im Vorjahr noch hier und da wunderschönen roten Mohn teils vor historischen Gebäuden gesehen, war dies den Natur-und Artenvernichtern natürlich auch nicht entgangen. Seit dem Frühjahr 2020 werden daher entsprechende Rest-Blumenwiesen noch radikaler mit Großmaschinen westdeutscher Produktion bekämpft, so daß roter Mohn und andere frech und dreist immer wieder aufkommende Wildblumen nun aber wirklich ein für alle Mal verschwinden wie von der Treuhand plattgemachte Ost-Industrie. Staat und westliche Unternehmen in Ostdeutschland lassen sich die Blumenwiesen-Bekämpfung auch in Corona-Zeiten durchaus etwas kosten – mindestens einmal pro Woche werden Maschinen nebst extra aufwendig geschultem Personal in den Krieg gegen die Wildblumen geschickt. Wenn schon Monokultur-Landschaften seit 1990 – dann aber richtig – mit aller Konsequenz.
Die allermeisten Ostdeutschen haben rasch dazugelernt: Bunte Wildblumenwiesen voller Schmetterlinge und Libellen wie unter dem Stasi-Ostzonenregime sind scheiße, altmodisch, überholt, out – wo immer sich noch dreist eine Wildblume zeigt, müssen sofort Mähtraktoren mit hohem Bodendruck(gut für die Vernichtung von Insekten, Schmetterlingsraupen etc. im Boden)ran, um dem Frevel ein Ende zu bereiten. Glattrasierter Monokulturrasen hat gemäß neuen umweltästhetischen Normen den Vorteil, daß er in heutigen regenarmen Zeiten rasch austrocknet, gelb wird, da üppige ungemähte Blumenwiesen ja auch die Feuchtigkeit im Boden halten. Und das geht gleich garnicht. Der Krach von Mähmaschinen und Motorsensen vertreibt zudem Wildtiere, darunter Vögel – und das ist immer gut, von den Oberen sehr erwünscht. Diese haben dafür gesorgt, daß Motor-Gartengeräte extrem laut konstruiert und zugelassen werden, um eine möglichst große Scheuchwirkung zu entfalten – und Insekten aller Entwicklungsstufen effizient zu häckseln. In Thüringen benutzen sogar evangelische Pfarrer westdeutsche Motorsensen, tragen gegen den selbsterzeugten Krach Ohrenschützer. Nachbarn in der Umgebung brechen den früher so entspannenden Nachmittagskaffee im Freien ab, flüchten in die Häuser – und erinnern sich an den Reinhard-Mey-Hit: „Irgendein Depp mäht irgendwo immer“.
Tatsächliche Politikziele sind stets an den Politikresultaten zu erkennen – siehe amtliche Artenbestandsstudien der Bundesregierung – mit immer neuen Erfolgsmeldungen über stark abnehmende Arten gerade in Ostdeutschland. Die Regierungskirchen im Osten machen bei der Blumenwiesen-Vernichtung begeistert mit, seit das Gebot „Bewahrung der Schöpfung“ abgeschafft wurde, Kirchen sich sogar an Windkraftprojekten beteiligen. Mancher Geistliche setzt sich höchstpersönlich auf den extrem lauten Mähtraktor.
Neue „grüne“ Umweltpolitik nach 1990 in Thüringen – gut für den Gartenrotschwanz?(Rest-Exemplar, Oldisleben 2020)
Eine einst herrliche Wildblumenwiese im Kyffhäuserkreis heute – gemäß den Leitlinien grüner westdeutscher Umweltpolitik.
Gera/Thüringen – Februar 2020.
Natternkopf bei Oldisleben – seltener Restbestand. Wildpflanze wird häufig bei Wildblumenbekämpfung erledigt.
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Die andere Sicht:
Ausriß Thüringer Allgemeine.
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Professionelle Schmetterlings-und Wildblumenbekämpfung im Sommer 2020 in Thüringen – vorbildlich und perfekt.(Vorher – nachher):
Professionelle Insektenhäcksler wissen genau, wo u.a. Schmetterlinge ihre letzten Rückzugs-und Vermehrungsorte haben – und bekämpfen dort ganz gezielt.
„Denn gerade die Spezialisten unter den Faltern entwickeln sich oft nur an einer einzigen Pflanzenart, an denen die Raupen fressen, bevor sie sich verpuppen und das adulte Stadium erreichen. Doch viele solche Pflanzen sind immer schwerer zu finden. Der Hauptgrund ist nach Einschätzung aller Experten eindeutig die intensive Landwirtschaft…“Die Stickstoffverbindungen dünsten in die Luft aus und verteilen sich um die Felder. Damit wird die Umgebung noch in etlichen Kilometern Entfernung mitgedüngt.“…Neben dem Dünger setzten Faltern auch die auf den Feldern eingesetzten Pestizide zu, die sich zunehmend in der in der Umwelt anreicherten…Zu denken gibt besonders, daß auch geschützte Bereiche den Tieren keine sichere Zuflucht vor den durch die Luft verbreiteten Düngestoffen und Insektiziden bieten…Wir können die Artenvielfalt nicht einmal mehr in den Schutzgebieten erhalten…Luftstickstoff und Pestizide machen an den Grenzen der Schutzgebiete nicht halt…“ Thüringer Allgemeine, 8.8. 2016
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Saubere, perfekte Arbeit – wie vom Auftraggeber gefordert. Gutes Honorar für nachhaltige Bekämpfung – die Erfolge sieht man auch 2020 überall in Thüringer Dörfern.Endlich viel weniger Schmetterlinge und andere Insekten als zu DDR-Zeiten. Grüne Umweltpolitik vom Feinsten:
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Die DDR war ein Land landwirtschaftlicher und genereller Artenvielfalt – nach der feindlichen Übernahme dominieren Monokulturen, sind die früher überall anzutreffenden Wildblumenwiesen zur Seltenheit geworden. “GRÜNE” Umweltpolitik in Thüringen nach 1990 – an Radwegen darf es keine Randstreifen mit bunten Feldblumen mehr geben, regelmäßig werden diese Blumen mit Maschinen vernichtet – Schmetterlinge, Libellen etc. gleich mit: